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Hundeschule in Dreieich

Ein Baby kommt ins Hundereich

Herzlichen Glückwunsch - Ihr werdet Eltern und könnt es kaum erwarten, das kleine Wunder der Natur endlich in den Armen zu halten :-) Alles ist soweit vorbereitet, damit das kleine Menschlein einen entspannten Einzug ins neue Zuhause hat. Plötzlich fällt Euch ein, dass Ihr Euren Vierbeiner noch auf das Baby vorbereiten solltet. Doch wie geht Ihr am besten vor?

 

Grundsätzlich gilt: Je früher Ihr Eure Fellnase auf das neue Familienmitglied vorbereitet, umso entspannter wird es dann, wenn das Baby da ist. 

1. Klare Regeln VOR Einzug des Babys einführen

Bevor das Baby kommt solltet Ihr Eurem Hund unbedingt klare Regeln und Rituale beibringen. Das ist wichtig, denn sonst könnte Eure Fellnase das Baby mit den ganzen Einschnitten verknüpfen und das kann einer künftig guten Freundschaft zwischen den beiden, die man sich ja sehr erhofft, im Weg stehen.

  • Falls Euer Hund auf die Couch darf, kein Problem, aber bringt ihm jetzt schon bei, dass er ab sofort nur noch auf seiner Decke in einer Ecke der Couch liegen darf
  • Ihr solltet anfangen, nach und nach alle Kauknochen und Spielzeuge, die rumliegen, wegzuräumen. Ihr entscheidet ab jetzt, wann es was zum Spielen oder Kauen gibt
  • War bisher der Auto-Rücksitz das Reich Eures Hundes, so solltet Ihr ihm jetzt einen klaren Platz am besten im Kofferraum oder in einer Transportbox zuweisen 

2. Grundreinigung von Couch, Auto & co.

Auch wenn Euer Hund wahrscheinlich keine Parasiten in sich trägt, ist es für die Gesundheit des Babys wichtig ein paar Hygienemaßnahmen zu treffen und alle Polstermöbel in Haus, Garten und Auto ordentlich zu reinigen, bevor der Nachwuchs einzieht.

3. Parasiten-Vorkehrungen

Außerdem raten wir Euch dringend, Kotproben einzusenden und auf Würmer testen zu lassen und - falls nötig!! -  eine Entwurmung des Hundes durchzuführen. Damit schont Ihr seine Darmflora, die durch jede Entwurmung stark belastet wird.

Beim Schutz gegen Zecken, Flöhe etc. verzichtet unbedingt auf jegliche Art von Spot On Mitteln, da diese Nervengifte für euren Neuzugang enthalten und bleibende Schäden verursachen können.

4. Die Hundebox als Rückzugsort und als Schutz für das Baby

Spätestens jetzt ist es an der Zeit, für Euren Vierbeiner eine Box oder einen anderen festen Liegeplatz festzulegen. Das ist nicht nur als Schutz für das Baby wichtig, sondern es ist auch ein wunderbarer Rückzugsort für euren Hund, wenn ihm mal alles zu viel wird. Ganz wichtig hierbei ist auch, dass dieser Ort für Kinder tabu ist. 

5. Kein Zutritt ins Kinderzimmer!!!

Umgekehrt ist das Kinderzimmer für den Hund tabu, da

  • es schade wäre, wenn das süße Kuscheltier von Tante Hilde zerfetzt wird
  • er auch Dinge fressen könnte, die ihm schwer schaden
  • er sich nicht in Eurer Abwesenheit in die Erziehung des neuen Rudelmitglieds “einmischen” soll.

6. Wichtige Signale einführen bzw. vertiefen 

Folgende Signale tragen enorm zu einem entspannten Miteinander bei: 

SITZ: gerade jetzt wird das Signal SITZ zu einem der wichtigsten Signale, da es in vielen Situationen zum entspannten Umgang mit Hund & Kind beiträgt. Deshalb unbedingt rechtzeitig das Signal SITZ in vielen hilfreichen 

Ritualen verwenden, z.B. IMMER absitzen lassen, wenn

  • Radfahrer, Jogger, Spaziergänger etc. passieren
  • Ihr ins Auto ein- bzw. aussteigt
  • Ihr aus der Haustür geht bzw. nach Hause kommt

Decken- bzw. Boxentraining: Wie weiter oben erwähnt ist jetzt ein fester Liegeplatz für Euren Hund Gold wert. Er soll auf Euer Signal hin gerne und zuverlässig dorthin gehen und bleiben, bis Ihr ihm

das Auflösesignal gebt, das Ihr selbstverständlich auch vorher auftrainieren solltet. 

FUß gehen bzw. Leinenführigkeit damit ein Spaziergang mit Baby und Hund nicht zum Höllentrip wird. Beherrscht Euer Hund das schon, könnt Ihr anfangen mit ihm die Leinenführigkeit mit Kinderwagen zu üben. 

UNSER TIPP FÜR EUCH: Schaut mal in unserer Online-Schule vorbei - Mit Hilfe dieser Schulungsvideos könnt Ihr jederzeit und überall wo Ihr gerade Zeit und Lust habt gemeinsam mit Eurer Fellnase diese und viele andere Signale auftrainieren, erweitern und festigen.

7. Maxi-Cosi & co. bekannt machen

Eine weitere Vorkehrung die Ihr treffen solltet, bevor das Baby in den Haushalt kommt, betrifft alle neuen Gegenstände, die mit dem Baby zu tun haben. Verteilt sie direkt nach Kauf im Haus, damit der Hund sich schon daran gewöhnen kann und von Anfang an lernt, dass diese für ihn tabu sind.

8. Endlich: Das Baby ist da!

Ist das Baby dann mal da, lasst Euren Hund nicht von selber an das Baby sondern ruft ihn gezielt zu Euch und lasst ihn mal schnüffeln. Wichtig ist, dass er dem Kopfbereich nicht zu nahe kommt!

Zu guter Letzt: macht Eurer Fellnase konsequent klar, dass sie nicht den Beschützer Eures Babys spielen muss. Ihr habt die Verantwortung für die Erziehung und nicht Euer Hund.

Nun steht einer lebenslangen und festen Freundschaft zwischen Eurem Baby und eurem Hund nichts mehr im Wege :)

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