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Hundeschule in Dreieich

Urlaub mit Hund - unbedingt nachmachen!!!

In Teil 1/3 von Urlaub mit Hund haben wir darüber geredet, wie man am besten in den Urlaub fährt, welche Orte und Länder sich anbieten und was man bei einer geplanten Flugreise unbedingt zu beachten hat. Und damit Dir die Geschichte von Teil 2/3 "Urlaub mit Hund – bitte nicht nachmachen" nicht selbst passiert, hier der erlösende Teil 3/3 von Urlaub mit Hund. So kannst Du dann Dein geballtes Wissen anwenden, dies rechtzeitig Deiner Fellnase beibringen und Dich auf einen tollen Urlaub mit Hund freuen, ohne Deinen Vierbeiner schon bei der Reise zu stressen und ohne eventuell eine Beziehungskriese herbeizuführen.

Anreise im Auto (oder bei kleinen Hunden im Flugzeug im Passagierbereich)

Es klingt einfach: Hund in die Hundebox im Kofferraum und ab in den Urlaub! Aber glaub uns, so easy ist es nicht, wenn Dein Vierbeiner nicht schon an eine Box gewöhnt ist, in der er lange Fahrten/ Flüge durchhält. Das Gejammer kann einem jeden Nerv rauben und je nach dem, was sich sonst noch in der Box befindet, könnte danach in tausend Einzelteile zerteilt sein. Das bedeutet, dass ihr rechtzeitig und immer wieder Eurer kleinen Fellnase die Box antrainieren und sie ihm als Rückzugsort schmackhaft machen müsst.

So trainierst Du:

  1. Box zunächst im Wohnzimmer aufstellen
  2. Napf bei jeder Mahlzeit in die Box stellen zum Fressen.
  3. Den Kauknochen zwischendurch gibt’s auch nur in der Box
  4. Dein Hund erhält sein Lieblings-Spielzeug immer nur dann, wenn er freiwillig in die Box geht. Du kannst ihn damit auch mal rein“locken“. Du überlässt es ihm nur so lange, wie er auch in der Box ist.
  5. Am Anfang bleibt die Box erst mal offen, so dass Dein Hund immer rein und raus kann.
  6. Später kannst Du sie dann immer häufiger und länger zu machen.
  7. Jetzt kann die Box ins Auto und auch hier die ersten Tage erst mal kurze Strecken fahren bevor es dann für Stunden auf die Autobahn geht.

Anekdote aus meinem Leben: Wenn man einen Hund mit in den Passagierbereich nehmen darf, muss der Passagier unterschreiben, dass sein Hund den gesamten Flug in seiner Box unter dem Vordersitz verbringt. Auf einem Langstreckenflug nach Mexiko hat ein Hund in der Kabine wohl nicht beigebracht bekommen, wie toll seine Box ist. Das Gekläffe und Geheule war riesig. Plötzlich holte die werte Damen mit den Worten „The dog needs Airrrrr“ ihren Hund aus der box und führte ihn an der Leine durch den Flieger und nahm ihn sogar mit auf’s Klo. Blöderweise hat ein anderer Passagier, der eigentlich nicht in Berührung mit dem Hund gekommen wäre, allergisch auf den Vierbeiner reagiert und die gesamte Situation ist ziemlich eskaliert. – Es hätte wirklich einfach sein können.

Essen im Restaurant

Es ist wirklich ein ganz blödes Szenario, wenn der Hund am Tischbein angeleint ist und plötzlich der Tisch wegrennt. Oder wenn Du mit samt Stuhl umfällst und womöglich noch ein Kellner über Dich fliegt, weil Deine Fellnase etwas Spannendes gesehen hat. Deshalb bring Deinem vierbeinigen Freund schon weit im Voraus bei, im Restaurant auf seiner Decke liegen zu bleiben, auch wenn drum herum so viel Spannendes geschieht.

So trainierst Du:

  1. Trainiere zunächst ohne Ablenkung im Wohnzimmer
  2. Du legst eine geeignete Decke aus, die groß genug ist für Deinen Hund ist
  3. Du schickst ihn mit einer großen Armbewegung darauf, belohnst ihn mit einem Leckerli, das Du auf die Decke legst und er darf danach mit dem Auflösesignal direkt wieder runter
  4. Wenn er das zuverlässig macht, lässt Du ihn auf der Decke auch ablegen und belohnst ihn
  5. Das Liegen kann immer mehr verlängert werden, indem Du ihm alle paar Sekunden ein Leckerli auf die Decke legst. Am Ende mit dem Auflösesignal deutlich machen, dass er wieder die Decke verlassen kann.

Anekdote aus meinem Leben: ich war mit einer Freundin indisch essen. Ihr Hund wollte partout nicht auf seiner Decke liegen bleiben und stand einfach im Raum. Blöderweise hatte die Kellnerin eine riesige Angst vor Hunden und da ihr Fellfreund einfach nicht unter unserem Tisch liegen wollte, mussten wir uns unser Essen von einem anderen Tisch selbst holen – sie hat sich einfach nicht näher als drei Meter ran getraut.

Am Strand / See

Dein Hund liebt es zu jagen und dabei ist es egal, ob Ball, rennende Kinder oder Möwen? Am Strand ist das wohl eher keine gute Idee. Und trägt bestimmt nicht dazu bei, dass Du nach dem Urlaub mit Hund damit prahlen kannst, wie entspannend und erholsam Deine Reise war. Aber auch hier gibt es clevere Tricks und Tipps, dass Dein Vierbeiner nur das bringt, was Du ihm auch erlaubst.

So trainierst Du:

Schon zu Hause bringst Du ihm das zuverlässige & kontrollierte Apportieren auf Signal seines Lieblingsballs oder Wasserspielzeugs bei, das er Dir dann freudig in die Hand bringt. Dieses Spielzeug gibt es natürlich nur beim Apport-Spielen, das er durch den systematischen Aufbau lieben lernt. So lohnt es sich für ihn viel mehr mit Dir und dem „Apportel“ zu spielen anstatt nach anderen Gegenständen oder Lebewesen zu „jagen“

Anekdote aus meinem Leben: Wir hatten Milow noch ganz frisch aus dem Tierschutz und uns war nicht bewusst, was er für ein Balljunky war. Wir trainierten also alles andere gut an und fuhren mit einem absoluten Ballfreak in ein 1-Wöchiges Beachvolleyball Trainingslager mit über 1800 Teilnehmern und dementsprechend vielen gleichzeitig fliegenden Bällen. Zum Glück haben wir eine Versicherung, denn so viele Beachvolleybälle sind ganz schön teuer

Streunende Katzen und Hunde

Dein Hund ist kein Fan von Katzen, blöderweise sind an Deinem Urlaubsort aber zich streunende Katzen und andere Hunde? Auch das muss gelernt sein, damit Du nicht vorzeitig aus Deiner Pension rausgeworfen wirst oder hinter Deinem Vierbeiner schlitten fährst.

So trainierst Du:

Am besten gewöhnst Du Deinen Hund von Anfang an daran, dass er Katzen entspannt gegenübertritt und sie positiv verknüpft.

  1. Sobald Du eine Katze (auch schon in Entfernung) siehst, beobachtest Du Deinen Hund genau.
  2. Jeder!!! ruhige Blickkontakt wird genau in dieser Millisekunde mit einem „FEIN“ oder für Clicker-Fans mit einem CLICK und einem Leckerli belohnt.
  3. Wenn er wieder hinschaut, wird wieder gelobt und wieder und wieder, bis ihr an der Katze vorbei seid (Achtung: nur 1 x FEIN pro Blickkontakt, keine Dauerbeschallung!)
  4. Falls Euer Hund anspannt, bellt o.ä. vergrößerst Du den Abstand zur Katze, bis er wieder ruhig hinschaut und dafür wieder gelobt werden kann

Anekdote aus meinem Leben: Puuuh.. Wo fang ich an?

Fazit

Ein Urlaub mit Hund ist etwas ganz Tolles. Wenn man ein eingespieltes Team ist, macht so eine Reise nicht nur Deinem Vierbeiner einen Heidenspaß. Aber das richtige Training ist essenziell! 

Wenn bei Euch ein Urlaub ansteht, und Du noch mit Deinem Vierbeiner den Urlaubs-Knigge üben möchtest, trainiere ich sehr gerne mit Euch. Hier bietet sich Einzeltraining, unser Apportier-Kurs oder aber auch unsere Online-Schule „Basissignale“ bzw. „Entspannter Alltag“ förmlich an.

Wir freuen uns auf Dich und danach auf spannende Berichte über Deinen erholsamen Urlaub mit Hund!

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