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Hundeschule in Dreieich

Mein Hund will nicht trinken

Du machst dir sorgen, weil dein Vierbeiner nur wenig trinkt? Die Gründe dafür, dass dein Hund plötzlich kein Interesse mehr an seinem Wassernapf hat, können vielseitig sein und müssen erstmal gar nicht schlimm sein. Im Folgenden möchten wir euch mögliche Gründe nennen und erklären, was ihr machen könnt.

Liegt es am Napf?

Ist der Napf deines Hundes evtl. aus Metall und hat keinen Gummiboden? Dann kann es sein, dass der Napf für deinen Hund mit negativem, ohrenbetäubendem Lärm verbunden ist, wenn der Napf beim Trinken über den Boden klappert (denk dran: Der Hund hat ein unfassbares Gehör). Der Hund wird dann das Wasser so gut es geht meiden.

Es könnte auch sein, dass deiner Fellnase das Wasser aus diesem Napf einfach nicht schmeckt, da das Material des Napfes den Geschmack des Wassers verändert. Hunde können da – wie wir Menschen ja auch – sehr eigen sein.

Was tun?

Tausch doch einfach mal den Napf aus. Wenn du einen Metallnapf hast, stell deinem Hund mal eine Plastikschüssel hin. Wenn du nicht nur einen Napf hast, dann stell deinem vierbeinigen Freund einfach mehrere Näpfe/ Schüsseln hin und beobachte das Trinkverhalten über den Tag hinweg.

Ist es das Futter?

Wenn dein Hund vorher Trockenfutter bekommen hat und nun Nassfutter oder BARF bekommt, wird er im Laufe des Tages  höchstwahrscheinlich weniger trinken, da das Nassfutter an sich schon mehr Flüssigkeit besitzt und dein Vierbeiner einfach weniger Durst hat. Im Gegensatz hierzu ziehen die Pallets des Trockenfutters Wasser aus dem Körper, sodass der Hund mehr Durst hat.

Was tun?

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Hund trotz Trockenfutter wenig trinkt, vermische die Pallets einfach mit warmem Wasser, dann ist dein Vierbeiner gezwungen, die Flüssigkeit aufzunehmen. Das machen wir bei unseren beiden Hunden auch so. Da sie sehr wenig über den Tag verteilt trinken, jedoch kein Krümelchen ihres Futters übrig lassen würden, füllen wir das Futter immer mit genug Wasser auf.

Bekommt dein Hund zwischendurch Gemüse?

In verschiedenen Gemüsesorten befindet sich teilweise sehr viel Wasser (z.B. besteht eine Gurke ca. zu 97% aus Wasser). Auch das kann dazu führen, dass dein Vierbeiner weniger Interesse an seinem Trinknapf hat.

Vielleicht bekommst du gar nicht mit, wo dein Hund überall trinkt

Viele Hund lieben altes, abgestandenes Wasser und trinken lieber aus einer Pfütze, einem See, der Kloschüssel oder einer Gießkanne. Das heißt, dein Hund trinkt vielleicht schon genug, du bekommst es aber einfach nicht mit, was er so trinkt. Aber Achtung: Besonders im Sommer (aber nicht nur) sollte dein Vierbeiner auf keinen Fall aus stehenden Gewässern trinken, da die große Gefahr besteht, dass er sich mit Leptospirose ansteckt (auch unter den Namen: Weil-Krankheit und Stuttgarter Hundeseuche bekannt). Dies kann zu Leber- und Nierenschäden führen.

Was tun?

Beobachte genau, was dein Hund noch außerhalb des Napfes alles trinkt. Vielleicht hat er, am Napf angekommen, einfach keinen Durst mehr und das Problem, dass er zu wenig trinkt, existiert überhaupt nicht.

Die Jahreszeit

Relativ offensichtlich, aber zur Vollständigkeit sollte es erwähnt sein: Auch dein Hund wird in der Hitze mehr Durst haben, als in der kalten Jahreszeit.

Wieviel ist eigentlich "zu wenig"?

Nun ja.. Es kommt natürlich auf die Jahreszeit an und auch darauf, was dein Vierbeiner (wie oben beschrieben) für Futter bekommt. Aber Pi mal Daumen kann man sagen, dass Dein Hund pro kg Körpergewicht 40-90ml pro Tag (24h) trinken sollte.

Trinkt dein Hund trotz all der Tipps weniger und du hast das Gefühl, dass er auch sonst schlapp ist, viel schläft und wenig raus will, dann solltest du unbedingt mit ihm zum Tierarzt gehen. 

Übrigens: Auch wenn dein Hund zu viel trinkt, sollte ein Tierarztbesuch nicht zu lange auf sich warten lassen.

 

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