Vielen Dank an Christian für dieses tolle Bild von Icon :-)
Grundsätzlich kann man sagen, dass der Ohraufbau eines Hundes dem des Menschen gleicht, auch wenn wir der Meinung sind, dass Hundeohren wesentlich schöner aussehen. Wie beim Menschen so besteht auch beim Hund das Ohr aus
Die Funktionsweise des Ohres von Hunden und Menschen ist somit gleich. Wir ersparen uns hier die medizinischen Details.
Es gibt aber grundlegende Unterschiede wie Hunde im Vergleich zu Menschen hören:
Während erwachsene Menschen in einem Frequenzbereich zwischen 20 und 20.000 Hertz hören können, können Hunde Frequenzen von 15 bis 50.000 Hertz wahrnehmen. D.h., sie können hohe Töne hören, die wir überhaupt nicht mehr wahrnehmen. So gibt es z.B. Hundepfeifen, deren Töne oberhalb von 20.000 Hertz liegen. Wenn wir sie betätigen, hören wir nichts, während unsere Fellnasen darauf reagieren und bestenfalls zu uns gerannt kommen. Also, wenn der Hund auf Euren Pfiff reagiert, wisst Ihr, dass die Pfeife nicht defekt ist – natürlich nur, wenn er entsprechend darauf trainiert ist (wie man den Pfiff optimal auftrainiert erfahrt ihr u.a. in unserer Online-Schule)
Gerade bei den Ehemännern scheint das selektive Hören sehr stark ausgeprägt zu sein. Kein Wesen dieser Spezies wird während der Sportschau auf die Bitte der Gattin reagieren, die Spülmaschine auszuräumen.
Das ist hier aber nicht gemeint. Hunde können in der Tat selektiv hören. Aus einer Vielzahl von Geräuschen sind sie in der Lage unwichtige Geräusche komplett auszublenden, während sie auf die für sie wichtigen reagieren. Unsere beiden Labis schlafen tief und fest vor dem laufenden Fernseher. Sobald aber in der Küche die Näpfe bewegt werden, stehen sie direkt vor uns, auch wenn das Geräusch des bewegten Napfes aus unserer Sicht nicht hörbar ist.
Auch das unterscheidet das Hören von Hund und Mensch. Wir sind der Meinung, das ist gut so. Stellt Euch mal vor, wir wären in der Lage, ein Ohr nach hinten und das andere nach vorne zu drehen. Zum einen würde das sehr komisch aussehen und zum anderen hätte das für Brillenträger durchaus Nachteile, weil sie ständig Gefahr laufen würden, ihre Brille zu verlieren. Dadurch, dass Hunde die Ohren unabhängig voneinander bewegen können, wofür übrigens 17 Muskeln verantwortlich sind, sind sie in der Lage, Töne im Raum besser zu orten. Während der Mensch Töne nur zu ca. 85% im Raum zuordnen kann, liegt die Rate bei Hunden bei nahezu 100%. Diese Fähigkeit kommt aus der Zeit als Hunde noch jagten und war dafür unerlässlich.
Hunde hören in einem weit größeren Frequenzbereich als Menschen und können auf bestimmte Töne fokussieren, die für sie wichtig sind aber auch Gefahren darstellen können während sie andere komplett ausblenden können. Sie sind wesentlich lautstärke- und geräuschempfindlicher als wir Menschen. Und das erklärt sicher auch, warum gerade an „normalen“ Silvesternächten viele unserer Fellnasen besonders ängstlich und nervös sind.
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