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Schule in Dreieich

Der Froschprinz – eine wahre Geschichte

Wie häufig werden wir gefragt, wie es eigentlich dazu kam, dass wir zwei so wunderbare braune Labradore - Nala & Milow - haben! Bisher haben wir diese Frage stets ausweichend beantwortet, weil die Geschichte so unglaublich ist, dass wir immer befürchtet hatten, dass man uns für verrückt halten würde, wenn wir sie Euch erzählen. Jetzt haben wir uns doch entschlossen, das Geheimnis zu lüften:

Das muss ich mir von Nahem anschauen...

Es war einmal eine junge braune Labrador-Hündin namens Nala. Sie war glücklich aber manchmal auch einsam. Einen Spielkameraden zu haben, das wäre toll. Leider gab es den nicht. Als Nala wieder einmal auf einer ihrer Lieblingswiesen unterwegs war, sah sie in weiter Ferne etwas hüpfen. „Das muss ich mir von Nahem anschauen“ dachte sie und raste an die Stelle wo sie das Hüpfen gesehen hatte. Dort angekommen bremste sie abrupt ab, weil da etwas im Gras saß, was sie noch nie vorher gesehen hatte. Das komische Ding war grün und hässlich – richtig hässlich. Es hatte nicht einmal Ohren. Und glitschig war es auch. Auf dem Kopf hatte es eine wunderschöne, goldene Krone. Das passte irgendwie nicht zu  dem Tier darunter, wenn es denn überhaupt ein Tier war.

Ich bin ein Frosch und mein Name ist Milow!

Es sah nicht gefährlich aus und so entschied sich die immer neugierige Nala  das grüne, hüpfende Etwas anzusprechen. „Hej Du“ rief sie. „Du siehst nicht aus wie ein Hund. Denn Hunde sind nicht grün und schon gar nicht glitschig. Was und wer bist Du?“. Das Tier antwortete in einer wunderbaren, sanften tiefen Stimme. „Ich bin ein Frosch und mein Name ist Milow. Und wer bist Du?“ Nala war völlig fasziniert von den sanften Tönen, die aus dem grünen Frosch kamen. „Ich bin Nala“ antworte sie. „Warum hast Du denn eine Krone auf?“ fragte sie den Frosch. Milow sah sie mit traurigen Augen an und antwortete: „Das ist eine lange Geschichte und wenn ich sie Dir erzähle, wirst Du mir nicht glauben. Keiner hat mir bislang geglaubt.“ Nala’s Neugierde war nun völlig geweckt. „Erzähl‘ schon“ rief sie ihm zu. Ich höre Dir bestimmt zu“.

Es gibt nur diesen Weg, um herauszufinden, ob ich die Wahrheit sage.

Der Frosch schaute sie an und sagte: „Das ist verschwendete Zeit – Du wirst mir nicht glauben“. „Los mach schon“ ließ sie nicht locker. „Was soll’s“ dachte Milow „Ich habe ja nichts zu verlieren. Also erzählte er seine Geschichte. Nala hing ihm bei jedem einzelnen Wort am Froschmaul und ließ sich kein Detail entgehen. Als er fertig war, schaute sie ihn mit zuammengekniffenen Augen an.  „Das ist die bekloppteste Geschichte, die ich je in meinem noch sehr jungen Leben gehört habe. Jedes Welpenkind weiß, dass es keine bösen Feen gibt. Und Du willst mich glauben lassen, dass Du ein verwunschener Labi Prinz bist. So ein Blödsinn.“ Siehst Du, ich habe Dir doch gesagt, dass Du mir nicht glauben wirst“ sprach er mit leiser Stimme und traurigen Augen . Keiner glaubt mir, aber es ist wahr.“ „Beweise es“ forderte Nala forsch. „Das kann ich“ sagte Milow „aber Du musst mir dabei helfen“. „Was habe ich denn damit zu tun?“ fragte sie ungläubig. „Na ja, um mich zurück in einen Labi zu verwandeln, musst Du mich auf den Mund küssen“ kam es kaum hörbar aus ihm hervor.“ Nala lachte laut und rief „Der war gut Glitschie. Nie im Leben werde ich Dich küssen. Wer weiß, was ich mir dann einfangen würde“. „Es gibt nur diesen Weg, um herauszufinden, ob ich die Wahrheit sage“ flehte er sie förmlich an.

Hej, Du hast ja Tränen in den Augen!

Der Frosch tat ihr Leid – aber ihn zu küssen war für sie keine Option.  „Meinen ersten Kuss hebe ich mir für meinen Traumprinzen auf“ sagte sie bestimmt. „Ja, das kann ich verstehen“ erwiderte Milow. „Ich würde auch keine hässliche Fröschin küssen. Also werde ich mich mit meinem Schicksal abfinden müssen. Aber danke, dass Du mir wenigstens bis zum Schluss meiner Geschichte zugehört hast“ kam es traurig aus ihm hervor.  „Hej, Du hast ja Tränen in den Augen“ bemerkte  sie verwundert.

Jetzt wurde Nala skeptisch – sollte der Frosch ohne Ohren doch Recht haben?. „Was sollte schon groß passieren, wenn sie ihm einen kurzen Kuss gab. Falls er komisch schmeckt, würde sie sich einfach im Wald etwas von den leckeren Sachen holen, die da überall rumliegen“ dachte das Labrador-Mädchen.

„Hej Hüpfer, also gut, ich mach‘s“ sprach sie mit leicht unsicherer Stimme. Wer bislang behauptet hat, dass Frösche nicht lachen können, irrt gewaltig. Milow’s Mundwinkel zogen sich von dem linken, nicht vorhandenen Ohr über das ganze Gesicht bis hin zum rechten, fehlenden Ohr. Aus seinen riesigen Glupschaugen sprach unendliche Dankbarkeit.

„Bringen wir es hinter uns, bevor ich es mir noch einmal anders überlege“ sagte sie schroff.

Beide saßen sich eine ganze Weile stumm gegenüber und dann fasste Nala allen Mut zusammen und gab ihrem Gegenüber den vom Froschprinzen so lange ersehnten Kuss.

Nala wusste, sie hatte ihren Traumprinzen gefunden!

Was dann passierte ist einfach unglaublich und kaum in Worte zu fassen. Über den Beiden leuchteten plötzlich unzählige Sterne und die Helligkeit blendete Nala so stark, dass sie die Augen schließen musste. Als sie sie nach einer unendlich lang erscheinenden Zeit wieder öffnen konnte, war der Frosch weg. Stattdessen saß ein wunderschöner, großer, schokoladenbrauner Labi ihr gegenüber und lächelte sie mit einem unglaublich dankbaren Blick an. Nala wusste, sie hatte ihren Traumprinzen gefunden.

… dies ist nun bereits mehr als 4 Jahre her – heute spielen, toben, schlafen & fressen Nala und ihr Traumprinz Milow täglich verliebt miteinander und wir genießen jede einzelne Sekunde mit diesem  vierbeinigen Traumpaar!

Und die Moral von der Geschicht‘: Froschprinzen lügen nicht! Also – wenn Ihr jemals einen Frosch seht, der eine Krone auf hat, fackelt nicht lange und küsst ihn. Bitte achtet aber darauf, dass er eine Krone auf hat – die ohne Krone sind Betrüger ;-)

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