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Schule in Dreieich

Mit 100 Sachen in die Entschleunigung - ein Reisebericht von Labi MILOW

... Wir befanden uns ... auf einem Bauernhof, wo wir direkt von Familie Faß fröhlich empfangen wurden. Hier gab es außer den beiden Empfangsgänsen ganz viele Rinder, Ziegen, 4 Pferdchen, Meerschweinchen, Häschen, 2 Touristenschafe (Heidi und Peter), die man an der Leine ausführen konnte, Hühner, Katzen, Hunde und totaaal süüüüße Kälbchen. Alles zusammen ein lustiger bunter Haufen. Unser "Schlafplatz" war ein wirklich herrliches Appartement, wo sich alle pudelwohl fühlten. Direkt vom Bauernof gingen viele verschiedene Wanderwege los. Die Landschaft war wunderschön. Wo man hinsah, entdeckte man Felder und Wälder, Hügel und Täler...

Mit 100 Sachen in die Entschleunigung - ein Reisebericht von Labi MILOW

"Na guuuut, ich sehe es ein, dass dieser Reisebericht wohl auf mich geht, nachdem ich Nala das letzte Mal auf fiese Art und Weise in Schnick-Schnack-Schnuck geschlagen habe. Aber wozu hat man denn kleine Schwestern?!?!

Schon Tage vorher hatten Nala und ich das Gefühl, dass etwas im Busch ist. Mama und Papa tuschelten die ganze Zeit und irgendwie trat ein mulmiges Gefühl bei uns beiden ein. Die wollen doch nicht ohne uns in den Urlaub fahren? Och nee, ich will nicht alleine sein. Oder wollen die uns etwa wieder stundenlang ins Auto setzen um irgendwo hin zu fahren, wo der See komisch salzig schmeckt, die Augen unter Wasser brennen und man die anderen Hunde nicht versteht? Schnell war Nala und mir klar, wir boykottieren. Ein Plan musste also her. (Den überlies ich übrigens Nala, damit sie den Ärger am Ende bekommt). Klappte auch ganz gut. Ich hatte die Aufgabe, Wäschestapel durch meine „tapsige“ Art – die mir immer unterstellt wird -  umzuschmeißen und mich einfach in den Koffer zu legen. Nala hingegen riss der Mama die Wäsche aus der Hand oder versteckte Klamotten. Blöder Weise klappten unsere Pläne nur mittelmäßig – also meiner klappte. Nala bekam Ärger, über mich wurde nur geschmunzelt.

Und plötzlich kam Tag X. Während ich tausend Tode gestorben bin, dass ich alleine zu Hause bleiben muss, schoben uns Mama und Papa ins Auto. Dass wir nicht im "Kofferraumkabuff" kauern mussten – ich will ja nicht jammern, aber ich beantrage übrigens einen Boxentausch – zeigte uns, dass wir wohl wieder weit weit wegfahren würden. Naaaa gut!

Nala und ich überlegten uns alle möglichen Reisespiele. Aber komischer Weise wurden wir nach zwei Runden „ich rieche was, was Du nicht riechst“ auch schon wieder langsamer… Und hielten. Hä?? Nur 2,5 Stunden? Doch zurück ins Tierheim? Anscheinend. Denn wir stiegen aus und da kamen direkt zwei gackernde Gänse – Anna & Elsa - auf uns zu. Denen wollten wir erstmal zeigen, wer ab nun Herr des Heimes ist. Aber statt wegzurennen, kamen die blöden Federviecher direkt auf uns zu und machten dabei ohrenbetäubende Geräusche. Die Sprache verstanden wir nicht. Das war definitiv kein hundisch. Nala und ich beschlossen daraufhin, höfliche Gäste zu sein und den beiden fetten Weihnachtsbraten den Hof zu überlassen. Nur dass das klar ist – wenn wir gewollt hätten, dann …

Um es vorweg zu nehmen: Mama und Papa ließen uns nicht alleine – nochmal Glück gehabt. Wir befanden uns auch nicht im Tierheim, sondern auf einem Bauernhof, wo wir direkt von Familie Faß fröhlich empfangen wurden. Hier gab es außer den beiden Empfangsgänsen ganz viele Rinder, Ziegen, 4 Pferdchen, Meerschweinchen, Häschen, 2 Touristenschafe (Heidi und Peter), die man an der Leine ausführen konnte, Hühner, Katzen, Hunde und totaaal süüüüße Kälbchen. Alles zusammen ein lustiger bunter Haufen.

Unser "Schlafplatz" war ein wirklich herrliches Appartement, wo sich alle pudelwohl fühlten. Das war uns aber in dem Moment ziemlich egal, denn wir wollten endlich spazieren gehen. Und das taten wir dann auch ausgiebig. Direkt vom Bauernof gingen viele verschiedene Wanderwege los. Die Landschaft war wunderschön. Wo man hinsah, entdeckte man Felder und Wälder, Hügel und Täler. Wir beiden erkundeten die Gegend ganz genau und rasten die Berge hoch und runter – immer und immer wieder. Am dritten Tag hatten Nala und ich das Gefühl, dass unsere Beine schwerer geworden waren. Mama meinte, wir hätten Muskelkater. Das kann aber nicht sein – an meinen Füßen hing keine Katze.

Jeden Tag begaben wir uns morgens und nachmittags auf lange Wanderschaft. Während der ganzen Zeit begegneten wir kaum einer Menschenseele, genossen die traumhafte Landschaft, die perfekt für Hunde und Hundeliebhaber gemacht war. Wir waren einfach nur glücklich. Nicht nur wir. Auch Mama und Papa waren plötzlich tiefenentspannt und genossen sichtlich jede Sekunde. Und wir gingen tatsächlich nie denselben Weg zweimal!!

Außerdem trainierten wir auch viele neue tolle Sachen. Das hat unheimlich viel Spaß gemacht.

Tja… Und was machten wir sonst so, wenn wir nicht gerade durch die Gegend rasten? Mama und Papa aßen ohne Ende. Und alles war frisch vom Bauern. Sonst weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr viel. Ich glaube ich habe den Urlaub verschlafen. Immer wenn ich aufwachte entdeckte ich neue Muskeln an mir. Aua. Alles tat weh. Nala schien es ähnlich zu gehen, denn nicht einmal sie hatte viel Blödsinn im Kopf. Sehr Nala-untypisch. Wir hatten in der Woche das Gefühl, dass unsere 2-beinigen Teampartner sehr dankbar waren :-P. Mama hat gesagt, dass wir dort viel aufmerksamer als zu Hause waren.

Leider ging die Woche extrem schnell vorbei. Seitdem wir wieder zu Hause sind flehen und betteln wir täglich, bald wieder hinzufahren. Und unsere Wünsche wurden erhört … bald geht’s wieder los!!!"

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