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Schule in Dreieich

Simone & Dino – ein steiniger Weg zum gemeinsamen Glück

Im August 2015 sah Simone Buss den Steckbrief von Dino, einem damals 1-jährigen Bardino, der im Tierheim SARA auf Lanzarote lebte. Es war Liebe auf den ersten Blick. Sie konnte nicht anders als ihn im Dezember 4 Tage zu besuchen und es war schnell klar, dass die beiden füreinander bestimmt waren.

Simone & Dino – ein steiniger Weg zum gemeinsamen Glück

Im August 2015 sah Simone Buss den Steckbrief von Dino, einem damals 1-jährigen Bardino, der im Tierheim SARA auf Lanzarote lebte. Es war Liebe auf den ersten Blick. Sie konnte nicht anders als ihn im Dezember 4 Tage zu besuchen und es war schnell klar, dass die beiden füreinander bestimmt waren.

Simone wollte Dino unbedingt wieder sehen obwohl ihr schon damals klar war, dass es ein langer Weg sein würde, sein Vertrauen zu gewinnen, denn Dino war Menschen gegenüber unbeschreiblich ängstlich. So packte sie bereits im Februar 2016 wieder ihre Koffer um dieses Mal für 5 Wochen nach Lanzarote zu ihrem Herzenshund zu fliegen. Nun war er mit zwei anderen Hunden in einem Zwinger. Durch das ständige Beisein der anderen beiden Hunde konnten sich Simone und Dino nicht richtig aufeinander fokussieren. Also beantragte sie, dass Dino in einen Einzelzwinger kommt. Nach dem ersten Schock fühlte er sich dort pudelwohl, jedoch war er immer noch sehr ängstlich. Die Kommunikation erfolgte anfangs nur über Blicke und Körpersprache. Langsam konnte Simone Fortschritte erkennen und sich ihm mit Mini-Schritten annähern. Er ließ sich nun auch durch Futter „bestechen“, so dass sie bis zu ihrem letzten Urlaubstag großes Vertrauen zu ihm aufbauen konnte.

Nach der tollen Zeit, die Simone mit Dino verbrachte, setzte sie nun alles daran ihn wieder sehen zu können. Aber das wollte sie nur machen, wenn sie eine Perspektive für ihn hatte. In den nächsten Monaten suchte sie sich eine Wohnung mit Tiererlaubnis, einen neuen Job, eine Tierärztin und eine Hundeschule. So kam dann HUNDEVERRÜCKT ins Spiel. Alle versprachen ihre volle Unterstützung. Außerdem machte sie einen Pensionsplatz in der Tierherberge Egelsbach für Dino klar (Auflage durch SARA), um ihn dort in Ruhe zu sozialisieren und auf ein gemeinsames Leben vorzubereiten.

Für all diese Vorbereitungen benötigte sie ein ganzes Jahr und überwand dabei schier unbezwingbare Hindernisse. Am Ende jedoch der herbe Rückschlag: das Tierheim SARA erklärte, Dino sei nicht in der Lage adoptiert zu werden.

Simone flog sofort nach Lanzarote um ihn ein weiteres (letztes??) Mal zu besuchen, in ihrem Gepäck hatte sie allerdings schriftliche Bestätigungen der Tierherberge Egelsbach, des Tierarztes und von HUNDEVERRÜCKT, die alle unterschrieben, Simone zu 100% bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Beim Training mit Dino machte sie in den folgenden Tagen so große Fortschritte, dass sich bald herausstellte, dass sie Dino doch adoptieren und ihn mit nach Deutschland nehmen durfte.

Am 05.04.2017 war es endlich soweit und der Adoptionsvertrag wurde unterschrieben. 2 Tage später machten sich die beiden auf den Weg nach Deutschland. Die erste Nacht musste Dino in der Flugbox bleiben, da die Tierherberge erst am nächsten Tag geöffnet hatte. Simone verbrachte die ganze Nacht auf einer Matratze direkt neben ihrem vierbeinigen Freund.

In der Tierherberge Egelsbach fand Dino direkt Anschluss und Freunde. Nun lernten auch wir von HUNDEVERRÜCKT Dino endlich kennen. Simone verbrachte jede freie Minute mit ihrem vierbeinigen Schatz und trainierte fleißig mit ihm. Jeden Rückschritt meisterte Simone mit Engelsgeduld und viel viel Annäherungs-Training. Das Wort „Aufgeben“ kennt die junge Frau aus Langen nicht.

Innerhalb der nächsten Monate entwickelte Dino Spaß an den Übungen mit Simone und ihre Bindung wurde zusehends stärker. Auch Simones Familie (Mama, Oma & Opa) konnte nun häufiger auch alleine kommen und selbst Übungen mit ihm durchführen und eine Beziehung zu ihm aufbauen.

Die Fortschritte waren immer offensichtlicher. Nähe wurde immer problemloser.

Im August trug er entspannt Halsbänder, Leinen konnte man ihm anlegen und abnehmen. Er bewegte sich aber mit Leine noch sehr unsicher. Simone konnte Dino inzwischen kraulen, über den Kopf fassen, und ihn mit der Bürste bis an die Schulter berühren.

Der nächste Schritt konnte also eingeläutet werden: Simone plante Dino Ende August für 2 Wochen in ihre Wohnung zu holen, um das Zusammenleben mit ihm zu proben. Franzi – eine Tiertherapeutin aus der Tierherberge und auch HUNDEVERRÜCKT boten ihr hierzu alle nötige Unterstützung an. Doch daraus wurde nichts: Die Tierherberge wurde überraschend vom Veterinäramt wegen Verdachts auf Giardien geschlossen. Kein Hund durfte die Herberge verlassen, kein Besuch war gestattet. Eine Qual für alle. Nach einiger Zeit durfte zwar Simone ihren Dino wieder besuchen, nicht so ihre Familie!

Der Winter stand vor der Tür und die Situation wurde immer schwieriger. Dino hatte nun oft Durchfall. Seine Nervosität wurde immer stärker. Dennoch fiel positiv auf, dass Dino sich äußerte. Er bellte, jaulte und fiepte, was man zuvor kaum von ihm gehört hat. Die Fortschritte waren klein, aber jedes Mal, wenn Simone mit ihm arbeitete, verlor er mehr Scheu vor der Leine. Die beiden gingen immer häufiger an der Leine zu anderen Gehegen und auch in den Auslaufbereich und Dino begann sichtlich Spaß daran zu entwickeln. Laute Geräusche und Trubel schreckten Dino im Beisein seiner Freundin nicht mehr.

Ende November wurde die Tierherberge endlich wieder geöffnet und auch Simones Familie konnte ihn wieder besuchen.

Kurz vor Weihnachten setzte die Tierherberge Simone eine Frist von 3 Monaten, innerhalb derer Dino aus der Herberge raus musste. Ein Probewohnen in Simones Wohnung über Weihnachten war leider nicht möglich, da Dino anschließend nicht mehr in der Tierherberge aufgenommen worden wäre. Nach reiflichen Überlegungen beschlossen Simone und ihre Familie, die zurzeit in 3 verschiedenen Wohnungen leben, diese zu kündigen und gemeinsam ein Haus mit Garten zu suchen, um sich künftig gemeinsam um ihr neues Familienmitglied in einem gemütlichen zu Hause zu kümmern. Die Suche läuft nun auf Hochtouren!

Inzwischen übt Dino fleißig, auf eine Treppe und darüber in den Kofferraum von Simones Autos zu steigen. Die beiden gehen jetzt auch schon regelmäßig „spazieren“. Das ist sehr, sehr aufregend für ihn und er schnuppert das erste Mal die Luft der Freiheit. Danach wird gemeinsam in Dinos Hütte entspannt. Dort legt sich dann Simone auf den Boden und füttert ihn ganz nah bei sich.

Viele Dinge, die für andere Hunde normal sind, weil sie sie schon als Welpe kennengelernt haben, erarbeiten sich die beiden mühsam und kleinschrittig. Und so kann Dino hoffentlich schon bald „NACH HAUSE“ zu seiner ihn über alles liebenden Familie umziehen, um ein ganz normales Leben zu führen.

Wir werden berichten, wie diese herzergreifende Geschichte weiter geht.

Ganz liebe Grüße
Euer HUNDEVERRÜCKT-Team

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