Der Stubentiger und die Fellnase sind nicht gerade bekannt dafür, sich prächtig zu verstehen. Warum sich unser Hund und unsere Katze vielleicht nicht so grün sind, hat unterschiedliche Gründe:
1. Schon die Vorfahren unserer Haustiere: Wölfe, Luchse, Füchse oder Wildkatzen waren gegenseitige Konkurrenten, wenn es um Revier oder Futter ging. Dieser uralte Instinkt ist in den Wurzeln unserer Vierbeiner verankert.
2. Die Größe des Hundes wirkt häufig bedrohlich für die Katze und in ihr schrillen die Alarmglocken, schnellstmöglich das Weite zu suchen. Hat der Hund auch nur ein wenig unkontrollierbaren Jagdtrieb in sich, geht’s ab! Da heißt es dann nur: Rette sich, wer kann!
3. Die Körpersprache der Fellnase und des Stubentigers könnten wohl unterschiedlicher nicht sein:
- Schwanzwedeln: Ein freudiges Schwanzwedeln des Hundes, dass zum Spielen ermutigen soll, missversteht die Katze komplett. Denn Katzen wedeln nicht mit dem Schwanz sondern werfen diesen von Seite zu Seite und signalisieren damit ihrem Gegenüber Angriffslust.
- Pfote heben: Ein häufig eingesetztes Beschwichtigungssignal des Hundes. Damit beschwichtig er die Katze aber keinesfalls. Diese interpretiert dies so, dass ihr gegenüber Lust hat, anzugreifen. Auch dieser Kommunikationsversuch geht damit voll in die Hose.
- Schnurren vs. Knurren: Ein süßes Geräusch des Kätzchens. Doch habt ihr schon mal einen Hund schnurren gehört? Dieses ist häufig sehr viel lauter, brummiger und eventuell sogar zähnefletschend. Allgemein bekannt unter knurren. Schnurrt eine Katze, fragt sich der Hund, warum das Kätzchen ihn anknurrt.
- Kennenlernversuche: Der Hund prescht häufig vor, um sein Gegenüber so schnell wie möglich zu beschnuppern und zu begrüßen. Bei Katzen geht das ein bisschen langsamer und vorsichtiger vonstatten. Man ist seinem Gegenüber einfach ein bisschen misstrauischer gestimmt.
Es gibt natürlich auch unzählige Beispiele, in denen sich Hund und Katze ganz prächtig verstehen oder sogar die Katze den Hund jagt. Sollte Deine Fellnase aber Nachbars Stubentiger nicht als Kuschelpartner sehen, keine Sorgen, so ist die Natur eben.
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