Herzlich Willkommen bei der HUNDEVERRÜCKTen
Hundeschule in Dreieich

Der Hunde-Fahrradanhänger ...

.... für tolle Fahrradtouren mit Hund! Mit diesem privaten Wohnmobil spricht nichts mehr dagegen, Euren Vierbeiner überall - auch auf lange Touren - mitzunehmen. Aber wie gewöhnt Ihr ihn daran?

Viele von uns freuen sich schon auf die bald beginnende Fahrradsaison. Lange Touren zu schönen Zielen – am liebsten zusammen mit unseren Vierbeinern. Aber Achtung – für viele Fellnasen sind lange Fahrradtouren als „Mitläufer“ gesundheits-, größen – oder altersbedingt nicht möglich. Also bietet sich der Kauf eines Hunde-Fahrradanhängers an.

Wie bekomme ich meinen Hund in einen Fahrradanhänger

Nichts leichter als das? Anhänger gekauft, am Fahrrad befestigt, Reißverschluss vom Eingang auf, Hund rein. Reißverschluss zu – los geht’s.

Das kann klappen, wird es aber in den meisten Fällen nicht. Viele Hunde haben erst einmal Respekt, manche sogar Angst vor diesem unbekannten Wackelteil. Wir haben es schon erlebt, dass Hunde, die im Anhänger transportiert wurden, die ganze Zeit laut geheult haben.

Um das zu vermeiden und sicherzustellen, dass Euer Hund den Anhänger liebt, solltet Ihr ihn langsam daran gewöhnen. Die Trainingsschritte sind sehr ähnlich wie die, die wir in unserem Blogbeitrag „Boxentraining“ vor kurzem veröffentlicht haben.

Wir empfehlen schrittweise vorzugehen

Am Anfang kommt es darauf an, den Anhänger in der richtigen Größe für Eure Fellnase zu beschaffen. Der Hund sollte im Anhänger genügend Platz haben. D.h., er muss gemütlich liegen können und wenn möglich in der sitzenden Haltung nicht mit dem Kopf an die Decke stoßen. Bitte achtet beim Kauf auch auf das zulässige Gesamtgewicht.

Wenn der Anhänger nun in Eurem Besitz ist, empfehlen wir, diesen am Anfang mit in die Wohnung zu nehmen, um Euren Hund in aller Ruhe ohne Ablenkung an ihn zu gewöhnen. Wichtig ist, dass der Anhänger fest steht und nicht wackelt. Am einfachsten erreicht Ihr das, in dem Ihr die Räder abmontiert. Jetzt legt Ihr bitte noch eine bequeme Unterlage (Decke/ Hundekissen, …) in den Anhänger.

Dann kann es losgehen.

Wie gewöhne ich meinen Hund an den Fahrradanhänger?

Dafür geht Ihr Schritt für Schritt vor und Ihr braucht dafür auch etwas Geduld.
Wichtig ist, dass der Anhänger an einem ruhigen Platz steht, von wo Euer Hund das ganze Geschehen von Euch im Blick hat.

Jetzt geht es darum, den Fahrradanhänger für Eure Fellnase interessant zu machen. Dazu öffnet Ihr den Eingang und das Dach. Die Eingangsklappe solltet Ihr am Dach befestigen, so dass sie nicht versehentlich runterfällt und den Eingang verdeckt. Nun könntet Ihr etwas wie z.B. Leckerlies, einen Kauknochen oder ein Spielzeug in den hinteren Teil des Anhängers legen. Ihr bleibt jetzt die ganze Zeit dabei, während Euer Hund den Hänger begutachtet. Wenn er in den Anhänger schaut oder sogar einen ersten Schritt hineinwagt, dann schnell loben und mit Leckerlies (ggfs. durch das offene Dach) belohnen. Je nachdem wie „ängstlich“ er am Anfang noch ist, könnt Ihr ihm die Leckerlis außerhalb des Anhängers geben oder aber in den vorderen Teil des Hängers werfen. Das wiederholt Ihr immer wieder, so dass er den Hänger positiv verknüpft. Es ist ganz wichtig, dass Euer Vierbeiner den Fahrradanhänger von Anfang an als etwas Positives wahrnimmt. Deshalb solltet Ihr Euren Hund auch niemals hineinschieben oder hineintragen und schnell die Tür schließen und auch niemals an oder auf den Hänger schlagen, wenn er drin ist. Dadurch würde Euer Hund ihn als etwas Negatives verknüpfen und es wird dann sehr schwer für Euch, ihn zukünftig vom Gegenteil zu überzeugen. 

Ganz wichtig ist, dass Eure Fellnase freiwillig hineingeht und bleibt.

Schrittweise Verlängerung der Zeit

Wenn der Hund von sich aus gerne in seine Anhänger-Höhle geht, dann könnt Ihr diesen Vorgang mit einem Handzeichen und einem Signal ergänzen. Sobald er einen Schritt in den Anhänger Box macht, macht Ihr eine einladende Handbewegung und sagt z.B. „Hänger“. Nicht vergessen – immer loben, wenn er reingeht.
In einem nächsten Schritt könnt Ihr, wenn Euer Vierbeiner in seiner fahrbaren Höhle ist und sich seinem darin befindlichen Leckerli oder Spielzeug widmet, auch schon einmal kurz den Eingang und das Dach schließen. Am Anfang nur kurz und dann wieder öffnen. Auch diese Übung wiederholt er immer wieder und verlängert die Zeiträume in denen der Anhänger verschlossen ist.
Wenn das gut funktioniert, dann könnt Ihr die Räder montieren und die oben aufgeführten Schritte wiederholen. Ganz wichtig ist, dass der Anhänger weiterhin fest steht. Wenn Eure Fellnase im jetzt erhöhten Anhänger bleibt, dann könnt Ihr damit beginnen, den Anhänger zu bewegen. Zieht ihn und seinen Insassen ein paar Schritte durch die Wohnung, anschließendim Garten oder auf der Straße. Wenn sich Euer Hund ruhig verhält, immer schön loben und mit Leckerlies belohnen. Ihr könnt nun die Zeit, in der Ihr den Hänger zieht, sukzessive verlängern. Wenn das alles klappt, dann kommt der entscheidende Schritt.

Endlich kann’s losgehen

Jetzt montiert Ihr den Anhänger am Fahrrad, lasst Euren Hund einsteigen und fahrt am Anfang nur ein kleines Stück. Wenn das gut funktioniert, könnt Ihr schrittweise die Distanz erhöhen. Wird Eure Fellnase unruhig oder fiept, dann geht ein paar Trainingsschritte zurück und bewegt erst einmal den Anhänger mit Passagier nur wenig und steigert die Dauer langsam.

Wenn Ihr diese Schritte konsequent mit etwas Geduld durchführt, dann werdet Ihr einen Hund haben, der Euch gerne auf Euren Fahrradtouren in seinem eigenen „Wohnmobil“ begleitet.

Wir wünschen Euch viel Erfolg!

Diese Webseite verwendet nur technisch erforderliche Cookies. Weitere Informationen erhalten Sie in unsererDatenschutzerklärungOK