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Hundeschule in Dreieich

Pubertät bei Hunden

Die Pubertät unserer Fellnasen: eine Zeit, in der sie uns echt in den Wahnsinn treiben können. Aber wann kommen unsere Vierbeiner in die Pubertät, was passiert da und was müssen wir beachten? Das haben wir euch in folgendem Text zusammengefasst.

Was passiert, wenn unsere Hunde ins Teenie Alter kommen

Zunächst einmal kommt es durch abruptes Wachstum der Nervenzellen zu wichtigen Veränderungen in ihrem Gehirn. Es werden die wichtigen Nervenverknüpfungen ausgebaut und die unwichtigen werden abgebaut. Die am stärksten betroffenen Bereiche sind:

1. Wachsen des präfrontalen Cortex (verantwortlich für kognitive Vorgänge wie lernen und denken)
2. Wachsen des Mandelkerns (für Emotionen wie Aggressionen und Angst verantwortlich)

Des Weiteren erleben unsere vierbeinigen Freunde häufige Hormonschwankungen in dieser Zeit. Vor allem sind die Hormone Dopamin und Testosteron betroffen. Dies kann zur Folge haben, dass der Hund sich oftmals gestresst und nervös fühlt. 

Dadurch dass es bei der Pubertät unserer Fellnasen sowohl zu hormonellen Veränderungen als auch zu Veränderungen im Gehirn kommt, ist es für uns Menschen oft schwierig die aktuelle Gefühlslage unserer Vierbeiner zu erkennen.

Anzeichen

Es gibt gewisse Merkmale an denen ihr erkennen könnt, ob sich eure Fellnase in der pubertären Phase befindet. Ähnlich wie bei Menschen im Teenageralter haben unsere Hunde in dieser Zeit besonders häufig Stimmungsschwankungen.
Außerdem zeigen sie in dieser Phase auch ein starkes Reviermarkierungsverhalten. Das bedeutet, sie springen in euer Bett, obwohl sie das nicht dürfen, sie markieren Bereiche im Haus (pinkeln an eure Lieblingsindoorpflanze) um zu zeigen, dass das ihr Territorium ist.
Des Weiteren setzt sich auch der Fortpflanzungstrieb durch. Das andere Geschlecht wird zur interessantesten Sache der Welt. Auch Hündinnen oder bereits kastrierte Hunde bespringen das andere Geschlecht oder auch Kuscheltiere etc. nur um ihre Dominanz zu zeigen.
Ein weiteres Anzeichen der Pubertät unserer Hunde kann sein, dass sich das Jagdverhalten stark ausprägt und unsere Vierbeiner plötzlich jedem Tier im Wald nachrennen, obwohl sie das vorher nicht gemacht haben.

Wann kommt mein Hund denn in die Pubertät? 

Natürlich kann man das so pauschal nicht sagen! In der Regel setzt sie zwischen dem siebten und dem zwölften Lebensmonat ein. Je nach Rasse und Hund selber unterscheidet sich das natürlich. Zum Beispiel kommen größere Rassen meist etwas später in die Pubertät als kleine Rassen und Hündinnen sind meist etwas früher dran als die Rüden.
Ein Startsignal bei Hündinnen ist die erste Läufigkeit und bei Rüden das Heben des Beinchens beim Pinkeln.

Was solltet ihr in dieser besonderen Phase beachten?

Zu aller erst solltet ihr in dieser Zeit viel Geduld und Liebe mitbringen. Denn seid gewarnt, eure Fellnase wir höchstwahrscheinlich trotzig sein. Aber keine Angst. Es ist nur eine Phase und diese geht vorbei!

Während sich eure Vierbeiner vor der Pubertät noch gerne untergeordnet haben und euch als Rudelführer gesehen haben, testen sie in dieser Zeit gerne ihre Grenzen aus und möchten „unabhängig“ sein.

Auf der einen Seite solltet ihr immer Verständnis für eure Fellnasen zeigen. Jedoch solltet ihr ihnen auch bewusst machen, wer das Sagen hat und ihr solltet die Oberhand bewahren. Konsequentes Handeln ist hier die Devise!!!

Währenddessen ist es auch wichtig, dass ihr ein achtsames Auge auf euren Vierbeiner habt, denn in der Pubertät erkennt ein Hund das Risiko nicht und er kennt keine Angst. Im schlimmsten Fall trifft er leichtsinnige Entscheidungen. Benutzt also zum Beispiel eine Schleppleine im Wald, nehmt eure Fellnase an die kurze Leine, wenn ihr anderen Hunden begegnet um einen Streit zu verhindern (zwischen den Hunden und euch als Frauchen/Herrchen), etc.

Pubertierende Hunde neigen außerdem dazu, das Gelernte zu vergessen bzw. in den Hinterkopf zu verdrängen. Bringt also Zeit und Geduld mit, um die vorher gelernten Signale wieder zu festigen. Aber keine Angst, meist reicht hier eine Auffrischung. Ein kleiner Tipp von uns: mit viel Lob und Belohnung kriegt ihr eure Fellnase in null komma nichts wieder zum Vorzeigehund.

Vermeidet in der Pubertät eurer Fellnasen große Veränderungen wie zum Beispiel Umzüge, das führt zu zusätzlichem und unnötigem Stress.

Und zu guter Letzt: Hunde haben in der Pubertät eine erneute Personenbindungsphase. Nutzt diese gut aus und festigt bzw. verstärkt eure Beziehung nochmal. So werdet ihr ein unschlagbares Team.

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