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Hundeschule in Dreieich

Warum bleiben schwarze Hunde länger im Tierheim?

Der Satz: „Schwarze Hunde bleiben länger im Tierheim“ läuft einem immer öfter über den Weg. Aber ist das wirklich so und wenn ja, wieso?

 

Schwarze Hunde sind schwerer zu vermitteln und bleiben somit oftmals länger in den Tierheimen, das bestätigen immer mehr Tierheime. Die dunklen Vierbeiner warten oftmals sehr lange auf eine Familie und ein Zuhause fürs Leben. Dies gilt auch für junge und gesunde schwarze Fellnasen. Eine wissenschaftliche Erklärung hierfür gibt es jedoch nicht. Es gilt: je heller das Fell desto besser sind die Hunde zu vermitteln. Fakt ist, dass ¾ der Tierheimhunde die in Industrieländern ein neues Zuhause finden, braun, beige oder hell sind.

Eine Studie hat ergeben ….

Die Universität in Florida führte eine Studie durch, die dieses Thema betrifft. Es wurden 250 Menschen verschiedener Altersgruppe getestet. Ihnen wurden zwei Videos gezeigt. Das erste beinhaltete ein Kind, das die Hand nach einem hellen Hund ausstreckt um diesen zu streicheln woraufhin der Hund das Kind beißt. Das zweite Video beinhaltet ein Kind, das die Hand nach einem schwarzen Hund ausstreckt um ihn zu streicheln, daraufhin beißt der Hund das Kind. Das Ergebnis ist erstaunlich, denn die Testpersonen werden danach gefragt, wo die Schuld liegt. Bei dem ersten Video mit dem hellen Hund waren sich die Testpersonen einig, dass die Schuld bei dem Kind läge, da dieses den Hund absichtlich provoziert habe. Bei dem zweiten Video besteht auch eine Einigkeit unter den Testpersonen. Der Hund trüge Schuld, der Hund sei aggressiv. Das Video unterschied sich nur in der Farbe des Fells des Hundes und trotzdem kommt bei der Schuldfrage ein komplett unterschiedliches Ergebnis raus. Man kann an dieser Studie sehr deutlich erkennen, dass schwarzen Hunden oft sehr schnell schlechte Charaktereigenschaften zugeschrieben werden und das zu Unrecht. Sie werden unberechtigterweise mit einem einzigen Blick verurteilt. Häufig werden die Fellnasen nur durch ihre Fellfarbe als aggressiv, gefährlich und bedrohlich eingestuft. Es gilt auch: je größer der schwarze Hund, desto schwerer die Vermittlung.

„Black Dog Syndrome“

In den USA hat dieses Problem sogar einen Namen, man kennt es unter „Black Dog Syndrome“. Hier haben die schwarzen Hunde im Tierheim sogar nur eine begrenzte Lebensdauer: werden sie nicht innerhalb von 2-3 Jahren vermittelt, müssen sie von einem Tierarzt eingeschläfert werden.

Auch Besitzer von schwarzen Hunden erfahren oft negative Reaktionen auf ihre Fellnasen. Es ist zum Beispiel komplett normal für diese Besitzer, wenn Passanten die Straßenseite wechseln, wenn der Hund gesehen wird. Hunde mit hellem Fell bekommen von Fremden mehr Aufmerksamkeit und erfahren mehr Zuneigung von diesen.

Vermutet wird, dass sich schon im Unbewusstsein gegen einen schwarzen Hund entschieden wird.

Mögliche Gründe für das „Black Dog Syndrome“ können sein:

  • Negative Assoziation zur Farbe schwarz und die Vermutung, dass schwarze Tiere aggressiver seien
  • Angst
  • Schwerer erkennbare Gesichtszüge und dadurch
  • eine vermeintlich fehlende Fotogenität
  • Bösartig dargestellte Tiere in Kinderbüchern etc., die meistens schwarz sind
  • Schönheitsideale/ Ästhetik
  • Aberglaube der von schwarzen Katzen auf schwarze Hunde übertragen wird
  • Sie werden im Tierheim wegen ihrer dunklen Farbe übersehen - was im Wald bzw. auf der Jagd ein großer Vorteil ist, ist im Tierheim ein großer Nachteil

Emma - unsere persönliche Erfahrung mit einer schwarzen Hündin

  

All das zerbricht uns das Herz denn unsere erste Hündin Emma war ein schwarzes Labradorweibchen. Man kann sich wirklich keinen besseren Hund als unsere Emma vorstellen. Sie war ein absoluter Vorzeigehund, man musste sie einfach lieben.Sie hat jeden Tag aufs Neue unsere Herzen erobert und vielen unserer Freunde und Bekannten die Angst vor Hunden genommen. Sie war einfach immer dankbar, dankbar geliebt zu werden und dankbar eine Familie, die sie über alles liebt und ein festes Zuhause zu haben.

Fazit

 

Also was kann jeder von uns machen? Wenn ihr überlegt ein neues vierbeiniges Familienmitglied zu adoptieren, macht euch das „Black Dog Syndrome“ bewusst. Gebt auch den Hunden mit schwarzem Fell eine Chance, die auf den zweiten Blick mindestens genauso liebenswert sind wie alle anderen Hunde und auch sie haben eine Chance verdient! Wir sind uns sicher, sie werden euer Leben versüßen so wie es alle Fellnasen tun!! Gebt dieses Wissen auch an eure Freunde weiter und informiert sie über die tollen schwarzen Hunde, wenn sie überlegen ein vierbeiniges Familienmitglied und einen Freund fürs Leben zu adoptieren.

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