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Hundeschule in Dreieich

Wasserratte oder Landei?

Wenn es dann endlich warm ist gibt es nichts Schöneres, als mit der Fellnase an einen See zu gehen und ihr beim fröhlichen Plantschen zuzugucken oder aber ... den Hund anzuflehen, wenigstens mal mit den Pfötchen ins Wasser zu gehen. Welcher Hund am liebsten sofort ins Wasser springen würde und welcher sich eher hinter seinem Menschen versteckt und hofft verschont zu bleiben, verraten wir Euch hier...

An einem heißen Sommertag ist ein kleines Bad im kühlen See eine herrliche Erfrischung – viele Fellnasen sehen das genauso, andere widersprechen vehement. Aber können überhaupt alle Hunde schwimmen, und welche Rassen sind besonders als Wasserratten bekannt? 

Eine kleine Geschichte

Folgendes Szenario: An einem lauwarmen Frühlingstag spazierst du gemütlich durch den Wald. An der linken Leine hast du einen Labrador Retriever, an der mittleren einen Pudel und rechts einen Windhund. Du warst in diesem Waldstück noch nie spazieren und kennst dich nicht aus. Hinter einer Abzweigung siehst du plötzlich in ein paar Metern Entfernung einen kleinen See. Was passiert nun? Dein Labrador sieht den See als erstes. Alles andere ist vergessen, dieser See muss beschwommen werden! Für eine Reaktion ist keine Zeit mehr. Zwischen den Optionen „Leine loslassen“ und „mit ins Wasser gezogen werden“ entscheidest du dich für ersteres.
Als nächstes bemerkt dein Pudel das Gewässer. „Hmm… was ist denn die Temperatur? Sieht der See ansprechend aus? Habe ich gerade Lust, mit meinem Labbi-Kumpel zu spielen?“ Er überlegt etwas genauer. Ein Bad hin und wieder ist nicht schlecht, aber immer muss das nicht sein. Du leinst also deinen Pudel ab, damit er mal vorsichtig die Wassertemperatur checken kann.
Nun schaust du nach rechts zu deinem Windhund. Er sieht nicht begeistert aus. „Sag mir bloß nicht, dass ich da jetzt rein muss“, ist in etwa das, was er dir vermitteln will. Erst letzte Woche seid ihr aneinandergeraten, weil du von ihm persönlich für den Regenschauer verantwortlich gemacht wurdest, der euch beim Gassi gehen überrascht hat. Nein – der Windhund bleibt an der Leine. Für ihn ist Schwimmen etwa so abwegig wie fliegen.
Nach einiger Zeit seid ihr wieder zurück am Auto. Dein Labbi ist gut gelaunt, nass und müffelt leicht, auch dein Pudel ist noch nass, wenn auch nicht mehr ganz so aufgedreht und dein Windhund versucht, bloß nicht getroffen zu werden, wenn die anderen beiden ihr Fell trocken schütteln.

Welche Hunderassen sind am liebsten im Wasser?

Wie im obigen Beispiel zu erkennen ist, sind nicht alle Hunderassen gleichermaßen von einer Badeeinheit begeistert. Retriever zum Beispiel lieben das Wasser. Rassen wie Labrador oder Golden Retriever wurden speziell gezüchtet, um geschossene Enten unbeschädigt aus dem Wasser zu holen oder beispielsweise beim Einbringen von Fischernetzen zu helfen. Aufgrund ihrer Zucht sind sie sogar mit Schwimmhäuten zwischen den Pfoten ausgestattet.
Auch Wasserhunde sind, wie man am Namen erkennen kann, mindestens genau so gerne im Wasser wie an Land.
Viele weitere Hunderassen lassen sich eine ordentliche Badeeinheit nicht entgehen. So sind beispielsweise auch Pudel oder Schäferhunde ausgezeichnete Schwimmer – auch wenn hier das Verlangen nach einer Abkühlung nicht ganz so groß ist.

Können alle Hunderassen schwimmen?

Die meisten Hunde können schwimmen oder sich zumindest an der Wasseroberfläche halten. Abhängig von der Rasse kann es jedoch einiges an Überwindung kosten, bevor sich ein Vierbeiner das erste Mal ins Wasser traut. Wie wir Menschen müssen auch Hunde sich erstmal daran gewöhnen, weshalb sie am Anfang flache Stellen sicherlich bevorzugen. Wenn die Fellnase sich so gar nicht ins Wasser traut, dann können engagierte Hundebesitzer versuchen, den Vierbeiner zu animieren und selbst als erstes ins Wasser gehen. Die Fellnase sieht euch als Vorbild und schafft es so vielleicht, sich selbst zu überwinden.

Es gibt allerdings auch Hunderassen, die sich im Wasser nicht nur unwohl fühlen, sondern auch schnell in Gefahr geraten. Kurznasige Hunde wie die französische Bulldogge oder der Mops haben große Probleme, ihr Schnauze über Wasser zu halten. Je weiter sie den Kopf nach hinten strecken, desto mehr sinkt ihr Hinterteil ab, wodurch das Schwimmen noch schwieriger wird.
Auch der Dackel verbringt seine Freizeit lieber an Land. Durch seine kurzen Beine hat er große Probleme, seinem langen Körper genug Auftrieb zu verschaffen, weshalb er kein besonders guter Schwimmer ist.

Generell wissen die Fellnasen selbst am besten, wie gut sie schwimmen können. Wenn dein Hund sich in jeden See stürzt, den er findet, dann muss man sich über seine Schwimmfähigkeiten keine Gedanken machen. Hält er sich allerdings stets vom Wasser fern, solltest du dagegen nicht versuchen, in um jeden Preis ins Wasser zu bekommen.
Viele Welpen würden gerne ins Wasser, trauen sich aber noch nicht so richtig. In diesem Fall bietet es sich an, die Gewöhnung an das kühle Nass aktiv zu unterstützen. Beispielsweise kann man es mit einem Apportier-Spiel kombinieren oder selbst mit ins Wasser gehen, um das Erlebnis direkt mit einer positiven Erfahrung zu verknüpfen.

Kann ich mit meinem Hund überall baden?

In der Hauptsaison ist es oft verboten, seine Fellnase mit an den öffentlichen Strand zu nehmen. Stattdessen gibt es vermehrt speziell markierte Hundestrände, an welchen die Vierbeiner sich austoben können.
An kleineren Seen auf der Route des täglichen Waldspaziergangs ist es dagegen meist kein Problem, wenn die Hunde sich, kurz bevor man wieder am Auto ist, einmal so richtig nass machen (Naja… zumindest rechtlich ist das kein Problem). Gerade im Sommer solltet ihr allerdings darauf achten, ob das Gewässer beispielsweise übel riecht – Blaualgen o.ä. sind auch für Hunde schädlich.

Unsere persönliche Empfehlung: Wenn die Schwimmbäder im Herbst schließen, gibt es vielerorts die Möglichkeit, am letzten Tag seinen Hund mitzubringen. Die Pools sind dann nur für die Vierbeiner geöffnet und es ist eine große Freude, ihnen beim Spielen, planschen und ins Wasser springen zuzuschauen.

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