Bist Du bereit für einen Hund? Und wenn ja, für welchen?

Hier kommen 13 Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du für die nächsten 10-15 Jahre JA zu einem neuen Familienmitglied sagst. Denn hunde-verrückt zu sein ist eine Sache, aber bist du bereit und in der Lage auch hunde-gerecht zu leben? Diese Frage solltest du unbedingt mit JA beantworten können, bevor du den großen Schritt gehst und ein süßes Fellknäuel in die Familie integrierst. Denn für einen Hund bist du ab sofort das absolut Wichtigste auf dieser Welt, sein bester Freund, für den er alles tun würde. Deshalb sollte es auch dir ganz wichtig sein, viel mit deinem Hund zusammen zu sein und Spaß mit ihm zu haben.
1. Warum möchtest Du einen Hund? Wie stellst du dir dein künftiges Leben mit Hund vor?
Treibst du viel Sport und triffst gerne andere Menschen, unternimmst und reist du gerne und häufig? Kannst du dir vorstellen, deinen Hund jedes Mal mitzunehmen?
Übrigens: Falls du gerne Flug- und Schiffsreisen machst - Ich würde meinem Hund nie zumuten wollen, mehrere Stunden in einer Flugbox im Gepäckraum eines Flugzeugs zu verbringen (außer du wanderst aus) – du kannst dir nicht vorstellen, wie viel Stress das bei einem so sensiblen Lebewesen auslöst!!!
2. Wieviel Zeit kannst du täglich mit deinem Hund verbringen?
Ein Hund ist ein Rudeltier – er braucht Gesellschaft. Deshalb solltest du deine Fellnase nicht mehr als 4-5 Stunden alleine lassen. Das heißt nicht, dass du dich die ganze Zeit mit ihm beschäftigen musst, er will dich einfach nur in seiner Nähe haben. Wenn dein Hund schon einige Stunden alleine war und du spontan mit Freunden ausgehen möchtest – bist du bereit, nein zu sagen, damit dein Hund nicht noch länger alleine sein muss und stattdessen mit ihm einen wunderschönen Spaziergang oder eine Fahrradtour durch die Natur zu unternehmen? Er wird es dir immer danken!
3. Wie sind deine Arbeitszeiten und beruflichen Gegebenheiten?
Wenn du einen Fulltimejob hast, sollte ein anderes Familienmitglied die Zeit haben, sich um deinen Hund zu kümmern, mit ihm zu spielen und zu schmusen. Oder es sollte Menschen deines Vertrauens mit Hundeerfahrung geben, die in der Zeit auf ihn aufpassen und sich mit ihm beschäftigen. Vor allem, wenn du beruflich viel unterwegs bist, ist dies unerlässlich, denn nicht überall kann man den Hund mit hinnehmen und für längere Zeit im Auto lassen ist keine Option!!
Viele Arbeitgeber erlauben übrigens mittlerweile Hunde am Arbeitsplatz – frag einfach mal nach, wie das bei dir aussieht! Allerdings bedeutet das auch hier eine große Umstellung. In der Mittagspause solltest du das gemütliche Mittagessen mit Kollegen ersetzen durch einen ausgedehnten Spaziergang mit deinem Hund, damit er auch am Nachmittag wieder entspannt an deinem Schreibtisch ruhen wird. Der Sauerstoff und die Bewegung wird auch dir gut tun ;-)
4. Wie ist dein familiäres Umfeld?
Ist deine ganze Familie mit einem felligen Familienmitglied einverstanden und bereit Verantwortung zu übernehmen? Sind alle so hundeverrückt wie du oder gilt es noch Bedenken aus dem Weg zu räumen bzw. Kompromisslösungen zu finden?
Besteht eventuell eine Hundehaar-Allergie, so dass dies bei der Auswahl der Rasse berücksichtigt werden müsste?
Wenn der dringende Wunsch nach einer Fellnase von einem Kind ausgeht, solltest du unbedingt wissen, dass Hunde zwar eine absolute Bereicherung für jedes Kind und dessen Entwicklung und Verantwortungsbewusstsein sein können – allerdings liegt die Verantwortung immer bei den Erwachsenen. Wenn die Kids z.B. in der Schule sind, liegt es doch an den Eltern, die Spaziergänge zu übernehmen.
5. Sind in deiner Mietwohnung Hunde erlaubt?
Ob Hunde erlaubt sind steht normalerweise im Mietvertrag. Aber auch wenn Haustiere verboten sind, lohnt es sich immer, nochmal mit dem Vermieter zu sprechen, ob unter gewissen Bedingungen oder bei bestimmten Hunderassen evtl. doch ein Hund erlaubt wird.
6. Wird deine Wohnung dem Platzbedarf deines Hundes gerecht?
Hunde brauchen Platz, sonst fühlen sie sich nicht wohl. Ideal ist natürlich ein Haus mit Garten, doch auch eine Wohnung im Obergeschoß kann deinen Hund glücklich machen, wenn er sonst genügend Auslauf und Beschäftigung hat. Bevor du dich für eine bestimmte Hunderasse entscheidest, informiere dich unbedingt darüber wie groß die Wohnung sein sollte, um deinen Liebling art- und rassegerecht halten zu können.
7. Hast du einen Sauberkeitsfimmel?
Wenn ja – dann sag ganz klar NEIN zu einem Hund, denn Hunde machen Dreck. Besser noch: Hunde lieben Dreck. Für manche gibt es nichts Schöneres, als ein ausgiebiges Schlammbad. Danach ab ins Auto und beim Nachhausekommen erst mal ordentlich im Hausflur schütteln. Das ist nichts für Sauberkeitsfanatiker!! Natürlich kann man immer Vorkehrungen treffen, um das Schlimmste zu vermeiden, aber hier und da ist ein bisschen Schmutz nicht zu verhindern.
8. Wie planst Du, künftig Urlaub zu machen?
Wenn du bisher viele bzw. lange Flugreisen in ferne Länder unternommen hast – bist du bereit, künftig Urlaubziele anzusteuern, wohin du deinen vierbeinigen Freund mitnehmen kannst? Das Schöne ist, dass mittlerweile immer mehr Hotels, Pensionen, Ferienhäuser- und Wohnung erlauben, Hunde mitzubringen. Manche Häuser haben sich geradezu darauf spezialisiert, es dir und deinem Hund so schön wie möglich im Urlaub zu machen.
Und wenn du dann doch auch mal wieder eine Schiffs- oder Flugreise unternehmen möchtest ist es wichtig, eine gute Betreuung zu finden, die deinen Hund liebevoll aufnimmt und der du absolutes Vertrauen schenkst, dass sie sich gut um ihn kümmern. (Sonst wirst du nicht entspannt Urlaub machen können)
9. Wer kümmert sich um deinen Hund, wenn du krank bist?
Auch diesen Fall solltest du vorher unbedingt bedenken: Manchmal passiert‘s, dass man sich selbst kaum aus dem Bett bewegen kann, dann muss dein Hund trotzdem raus, bewegt & beschäftigt werden.
Grundsätzlich ist es von großem Vorteil, wenn man einen festen Hundesitter, sei es jemand aus der erweiterten Familie, ein Nachbar oder ein professioneller Gassi-Dienst oder Hundebetreuer hat, der den Hund gut kennt und sich vor allem mit ihm versteht.
10. Kannst du die (emotionale) Verantwortung für einen Hund übernehmen – bis dass der Tod euch scheidet?
Hunde werden je nach Rasse im Schnitt zwischen ca. 10 und ca. 17 Jahre alt. Wie wir Menschen, so werden auch Hunde im Alter schwächer, langsamer, sehen oder hören schlecht, müssen vielleicht häufiger raus, können aber nicht mehr so weit laufen … Manche werden krank und benötigen intensivere Betreuung. Hunde bleiben unsere ewigen Kinder und jedes Alter hat auch seine schönen Seiten. Du solltest es dir einfach nur bewusst machen, dass sich die Bedürfnisse deines „Kumpels“ über die Jahre verändern.
11. Wie sieht Dein Traumhund aus? Passt er zu dir und deinem Lebensstil?
Jeder hat ganz bestimmte Vorstellungen, wenn er an seinen Traum-Hund denkt: klein – mittel – groß? Zierlich oder muskulös? Jagdlich ambitioniert oder eher Familienhund? Hofhund oder Haushund? Welpe oder älterer Hund? Rüde oder Hündin? Züchter oder Tierschutz? U.v.m.
Nun stell dir vor, dein Traumhund ist ein wunderbarer Berner Sennenhund mit ca. 40 kg Körpergewicht:
- Schaffst du es, ihn in die Badewanne zu heben?
- Schaffst du es, ihn die Treppe hoch zu tragen, wenn er mal nicht laufen kann?
- Schaffst du es, ihn zu halten, wenn er einer Katze hinterherrennt?
- Schaffst du es, ihn ausreichend zu bewegen?
Entscheidend ist auch die Frage: Selbst wenn du es heute schaffst, schaffst du es auch noch in 10 – 15 Jahren, denn wir gehen ja davon aus, dass unser Hund ein langes, glückliches Leben bei uns hat.
Wenn du 1 dieser Fragen mit NEIN beantwortest, wäre es besser, über eine andere Rasse nachzudenken. Es gibt so viele verschiedene tolle Hunderassen, da ist für jeden etwas dabei.
12. Gehören Geduld & Konsequenz zu deinen persönlichen Eigenschaften?
Ein Hund braucht Erziehung – dann kannst du ihn jederzeit überall mit hinnehmen und viel Spaß mit ihm haben. Das praktische Wissen über die richtige Hundeerziehung und eine konsequente Umsetzung mit viel Geduld sind absolute Voraussetzung für ein tolles Zusammenleben mit Hund. Aber keine Bange – auch ohne Vorerfahrung wirst du in unserer Hundeschule schnell lernen, wie man das schafft. Und auch, wenn persönliche Treffen zu Corona-Zeiten nicht immer möglich sind, hast du die Chance, mit unserem tollen Online-Training aus dir und deinem Vierbeiner ein absolutes Dream-Team zu machen!
13. Kannst du dir den Hund leisten?
Das ist eine ernst gemeinte Frage, denn die meisten sehen nur die Anschaffungskosten. Doch daneben fallen zahlreiche fortlaufende bzw. regelmäßig wiederkehrende Kosten an, wie z.B. für Futter, Versicherung & Steuer, Tierarzt, Pflegeartikel & Zubehör, Training, Betreuung, Transport (passt mein Traumhund überhaupt in mein Auto?) etc.
Ein Tipp von uns: Hunde vom Züchter sind meist viel teurer als ein Hund aus dem Tierschutz. Auch im Tierheim findet man häufig Welpen bzw. tolle, gesunde Hunde, die dringend ein liebevolles Zuhause suchen. So kannst du sogar noch eine kleine Seele retten!
Kurzum: ein Hund ist die größte Bereicherung für unser Leben, die wir uns vorstellen können und wir sollten uns einfach nur darüber klar sein, dass er unser Leben komplett ändern wird. UND DAS IST GUT SO!
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